Vorstellung (alt)

Wer wir sind

Das Menschenbilderseminar existiert seit Ende der 70er Jahre als studentische Initiative am Fachbereich der Psychologie. Es entstand aus Unzufriedenheit der damaligen Studierenden mit Lehrinhalten, die sich häufig auf bestimmte Ausrichtungen beschränkten.

Die Grundidee des Seminars war es, mit Vorträgen und Diskussionen einen Ausgleich zum sonstigen Curriculum zu schaffen und allen Beteiligten sowohl wichtige als auch (häufig zu unrecht) wenig beachtete Themen der Psychologie näher zu bringen.

Auch psychologisches Wissen basiert auf Grundannahmen, die sich als Menschenbild zusammenfassen lassen. Ein Menschenbild gibt vor, was eine legitime Forschungsfrage und eine gute Beantwortung ist. Beispielsweise: „Welche unbewussten Konflikte verursachen zwanghaftes Verhalten?“ Oder: „Welche Umweltfaktoren führen zu Stress?“ Diese Fragen zeugen von verschieden Sichtweisen: sie gehen von der Existenz eines Unbewussten oder einer Steuerung durch Umweltfaktoren aus. Wer eine Frage akzeptiert, akzeptiert gleichzeitig ihre Basisannahmen. Da weder Ursprung noch Wirksamkeit der einzelnen Schulen der Psychologie auf die Psychologie beschränkt bleiben, sollte eine kritische Wissenschaftstheorie interdisziplinär arbeiten.

Da das Seminar von Studierenden in Zusammenarbeit mit einem/r Lehrbeauftragten durchgeführt wird, war sein – nicht immer unumstrittenes – Bestehen nur durch die rege Teilnahme und Unterstützung von Studierenden aller Fachbereiche möglich.

Der Blick über den eigenen Tellerrand bedeutet Horizonterweiterung, ohne die ein Reflektieren über Grundannahmen und somit verantwortungsvolle Wissenschaft nicht möglich ist.

Wintersemester 2007/08

Dieses Semester stellte sich heraus, daß das Menschenbilderseminar keinen Platz in der Bachelor Studienordnung hat. Auch deshalb beschäftigen wir uns mit der Normierung der Normalität, d.h. der Frage wie (psychologischer) Mainstream entsteht und durchgesetzt wird.

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