Anarchie und Ordnung

Endlich mal zeitnahe eingetroffen ist jetzt das pdf der Prezi zum Thema Anarchismus. Bitte beachtet v.a. das Literatur- und Onlinequellenverzeichnis am Ende der Präsentation. Zusätzlich gibt es zum Thema Queer & Postanarchismus ein fundiertes Literaturverzeichnis auf der Webpräsenz der AG Queer Studies Hamburg.

Bei bei der Konvertierung blieben die Hyperlinks leider nicht als solche erhalten.

Mythenmetzsche Abschweifung: Der Webmaster ist hin- und hergerissen, einerseits den Do It Yourself-Gedanken Freier Software in anarchistisch/libertäre Tradition zu stellen – und mit der Nutzung schickerer, komfortablerer Cloud-Lösungen proprietärer Natur zu kontrastieren – und als Konsequenz Interviews mit Richard Matthew Stallman oder Seiten wie Oekonux zu verlinken, vielleicht auch darauf hinzuweisen, daß CCC-Mitbegründer Wau Holland sich auch recht fundierte Gedanken in anarchistischer Richtung gemacht hat. Andererseits wurde gerade dieser DIY-Gedanke aus kommunistischer Sicht kritisiert, dazu ließe sich sehr schön eine 17grad-Sendung verlinken.

Vielleicht einfach nur die Suftips nochmal hier klickbar verlinken:

Hätten die entsprechenden Referent*innen mitgemacht, wäre Chomsky btw. ein guter schwarz-roter Faden durchs Semester gewesen. Sein Bezug zum Anarchosyndikalismus siehe oben. Seine Kritik an der Sprachtheorie Skinners (so läßt sich Sprachlernen nicht erklären und Skinner changiert zudem zwischen fachlicher und alltagssprachlicher Bedeutung seiner Begriffe) war eine der durchschlagendsten Absagen an den Alleinerklärungsanspruch des Behaviorismus. Im Anschluß an den Vortrag hat die Diskussionsrunde mit viel Vergnügen und Erkenntnisgewinn Ausschnitte aus Chomskys Diskussion mit Foucault gesehen (erster Ausschnitt, zweiter Ausschnitt, alles). Es ging btw. darin um Menschenbilder; wobei Chomsky mit seinem Essenzialismus keine Gute Figur macht.

Am Ende kurz erwähnt wurde der „wissenschaftstheoretische Anarchimsus“ eines Paul Karl Feyerabend. Hiermit habt Ihr diese Empfehlung auch nochmal schwarz auf weiß.

Zuguterletzt sei in Richtung gelebten Anarchismus wärmstens auf Erich Mühsam hingewiesen, Audioarchiv hat hierzu einiges an Material.

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Fundstück

Für viele wohl nichts Neues, aber Mißstände, welche benannt gehören: Suche nach Psychotherapeuten : Soziale Auslese vor der Therapie

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Konstruktivismus

Pluralismus dürfte zu den längerfristigeren und wichtigeren Zielen des Menschenbilderseminars zählen. Insofern ist es erfreulich, wenn dieser nicht nur auf der Objektebene der Inhalte, sondern auch der Metaebene der Sitzungsgestaltung praktiziert wird. Gerade selbstverwaltete Seminare bieten Raum für Experimente, welche bei der Enge und Hektik des sonstigen Studiums oftmals auf der Strecke bleiben.

Für das Archiv drohte hierdurch jedoch –  neben Referierenden, die ihre Präsentationen nicht schicken *gruml* – eine Lücke. Wobei anzumerken ist, daß „Konstruktivismus“ zu den wiederkehrenden Themen gehört, also in den meisten Semesterverzeichnissen eine konventionelle Präsentation hierzu liegen dürfte.

Da ohnehin die Literaturliste zu den wichtigsten Teilen eines Vortrags gehört – Möglichkeiten zur Vertiefung, Transparenz und Qualitätssicherung des Vorgetragenen; um nur einige Vorzüge zu nennen – ist es umso erfreulicher, daß uns der Referent jetzt eine Auswahlbibliographie zur Verfügung gestellt hat!

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Jürgen Link online!

Im Rahmen der preisgekrönten Vorlesungsreihe „Unikate Vorlesung“, welche vom Menschenbilderseminar in Zusammenarbeit mit dem Fachschaftsrat Psychologie Hamburg organisiert wird, hielt im Wintersemester 2012/2013 Jürgen Link einen Vortrag zum Thema „Soziologie ist Psychologie und umgekehrt? Normalistische Subjektivierung in der Krise“. (Poster der Veranstaltung)

Einige Vorlesungen dieser Reihe sind frei verfügbar auf Lecture2go dokumentiert, so (hoffentlich!) demnächst diese. Parallel zeichnete das Freie Sender Kombinat (FSK) auf. Der bearbeitete Mitschnitt steht unseren Teilnehmer*innen ab sofort HIER zur Verfügung.

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Vanessa Lux online!

Im Rahmen der preisgekrönten Vorlesungsreihe „Unikate Vorlesung“, welche vom Menschenbilderseminar in Zusammenarbeit mit dem Fachschaftsrat Psychologie Hamburg organisiert wird, hielt im Wintersemester 2012/2013 Vanessa Lux einen Vortrag zum Thema „Biologismus in der Psychologie : Die Suche nach den Genen: Biologie und Biologismus in der Psychologie“. (Poster der Veranstaltung)

Ein Mitschnitt dieses Vortrags steht jetzt exklusiv unseren Teilnehmer*innen – bitte respektiert ihren Wunsch, den Vortrag nicht weiterzuverbreiten – ab sofort HIER zur Verfügung.

Aus der Ankündigung:

Dr. phil. Vanessa Lux ist Diplom-Psychologin, sie promovierte 2011 zum Thema „Genetik und psychologische Praxis“ an der Freien Universität Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Schnittstellen zwischen den Bio-/Neurowissenschaften und der Psychologie sowie Theorie und Geschichte der Psychologie. Sie arbeitet zur Zeit als Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „Kuturelle Faktoren der Vererbung“, Teilprojekt „Epigenetik und Psychologie: das Beispiel Trauma“.

Seit den Anfängen der Genetik wurden individuelle Differenzen im Psychischen immer mal wieder auf Unterschiede in den Genen zurückgeführt. Die psychiatrischen Genetik hatte sogar verkündet, mit Hilfe der modernen Gentechnologie den Einfluss einzelner Gene auf psychisches Erleben endgültige aufzuklären. Anfangs schien es auch so, als hätte dies Erfolg: Nur allzu oft war in den Medien vom „Schizophrenie-„, „Depressions-“ und „Alkoholismus-Gen“ die Rede, das „gefunden“, „identifiziert“ oder „entdeckt“ worden sei. Erst seit kurzem werden komplexere Annahmen des Zusammenhangs zwischen der DNA und psychischen Funktionen – etwa unter dem Stichwort „Epigenetik“ – in Forschung und Medienöffentlichkeit diskutiert. Wie aber passen die Suche nach dem Schizophrenie-Gen und das biologische Wissen um die Komplexität auf DNA-Ebene zusammen? Was bedeutet das für die Forschungsmethoden der psychiatrischen Genetik? Welche Vorstellungen von Norm und Abweichung liegen diesen implizit zugrunde? Und schließlich: Wie verändert sich unser Verständnis von der Biologie des Psychischen durch z.B. die Epigenetik?

Der Vortrag stellt den gegenwärtigen Wandel in der Vorstellung vom „Gen“ von der Genetik zur Epigenetik bzw. Systembiologie vor und diskutiert die Konsequenzen dieses Wandels für die Methoden, mit denen nach Genen für psychische Funktionen und ihre Störungen gesucht wird, sowie für den Umgang mit biologischem Wissen in der Psychologie.

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Are we not human?

HuPsy ist eingetroffen und wurde neben einigen Essays hochgeladen. Wichtiges Thema, speziell im Menschenbilderzusammenhang, also sei hier ganz besonders zu Nachbereitung geraten.

Da aber nicht konsument*innenhafte Auswahl der richtigen theoretischen Standpunkts, sondern nur eigener Kopfgebrauch zu kritischem Denken führt, sei Euch Auseinandersetzung mit Humanismuskritik wärmstens empfohlen. Euer ergebener Webmaster hat da bereits einiges zusammengestellt. Aus musikalischer Sicht ein kleines Fundstück am Rande.

Doch bereits der Titel des Referates bietet interessante Nebenbedeutungen, denen nachzugehen gerade in der Psychologie fruchtbar sein kann. Das gleichnamige Werk Nietzsches (frei im Netz erhältlich) enthält eingies davon, womit später die Psychoanalyse groß wurde; v.a. Einsicht in unbewußte Motive. Und Nietzsche kann als einer der scharfsinnigsten und -züngigen Humanismuskritiker*innen gesehen werden. Schwelgen wir also zum Schluß im Pathos eines Nietzschezitats:

Der Mensch ist Etwas, das überwunden werden soll. Was habt ihr gethan, ihn zu überwinden?
Alle Wesen bisher schufen Etwas über sich hinaus: und ihr wollt die Ebbe dieser grossen Fluth sein und lieber noch zum Thiere zurückgehn, als den Menschen überwinden?
Was ist der Affe für den Menschen? Ein Gelächter oder eine schmerzliche Scham. Und ebendas soll der Mensch für den Übermenschen sein: ein Gelächter oder eine schmerzliche Scham
(Quelle)

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Vortragseinladung 2013-06-03: Jürgen Link

Jürgen Link
Soziologie ist Psychologie und umgekehrt?
Normalistische Subjektivierung in der Krise
Montag, 03.06.2013, 18:15, Von Melle Park 5 („Wiwi Bunker“) B1

Poster herunterladen

Jürgen Link war bis 2005 Professor am Institut für Sprach- und Literaturwissenschaft an der Universität Dortmund. In seiner Forschung wendete
er die Diskursanalyse nach Foucault an und entwickelte eine Theorie des
„Normalen“. Sein bekanntestes Buch ist die Studie „Versuch über den
Normalismus. Wie Normalität produziert wird“
. Er unterscheidet darin
unterschiedliche Normalisierungsstrategien, Grundlage dabei ist die Annahme,
dass die Übergänge zwischen normal und anormal fließend sind:
Protonormalistische Strategien definieren den Normalbereich möglichst eng und
versuchen, ihn rigide abzusichern, während im flexiblen Normalismus
Normalitätsgrenzen wenig festgelegt sind.

Seine Homepage: http://bangemachen.com/
Im Anschluss an den Vortrag wird es Zeit für Fragen und Diskussion geben.

Mit herzlichen Grüßen
das Menschenbilder-Team in Zusammenarbeit mit dem Fachschaftsrat Psychologie
*Weitergehende Informationen: *

*** Die „Unikate Vorlesung“ hat als Veranstaltungsreihe den Lehrpreis
Psychologie 2011 der Universität Hamburg gewonnen! ***
_Videoaufzeichnungen vorangegangener Unikater Vorlesungen: _
Prof. Jürgen Kriz: Systemtheorie und systemisch-humanistische Psychotherapie –
Eine Herausforderung für unsere Gesellschaft? (Sommersemester 2010):
http://lecture2go.uni-hamburg.de/veranstaltungen/-/v/10905
Prof. Frigga Haug: erinnerungsarbeit als emanzipatorisches Lernprojekt.
(Sommersemester 2011): http://lecture2go.uni-hamburg.de/veranstaltungen/-/v/12425
Prof. Helmut E. Lück: Psychologie im Nationalsozialismus und der frühen
Nachkriegszeit (Sommersemester 2012):
http://lecture2go.uni-hamburg.de/veranstaltungen/-/v/14738
Eine Radiofassung dieses Vortrags, inkl. ausführlicher Diskussionsrunde unter http://freie-radios.net/50556

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Vorbereitungsmaterial

Auch wenn Material leider selten rechtzeitig zur seminarbegleitenden Arbeit eintrifft – verantwortlich für Abwesenheit von Präsentationen sind die jeweiligen Referierenden -, wer unglaublich motiviert ist, findet die in der Anwendungssitzung verwendeten Merkblätter HIER; dieses mal sind Gruppen zu Behaviorismus, Psychoanalyse, HuPsy und KriPsy geplant.

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Lacan hochgeladen

Auch wenn es nicht das Referat ist, sondern nur ein Zeichen, ist jenes zu Lacan eingetroffen und wurde sofort hochgeladen. Dieses Symbol verweist direkt auf die Datei.

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Erster Upload

Nach fast fünf verstichenen Terminen und mehrfachen Hinweisen des Webmasters tauchte endlich die erste Präsentation fürs Archiv auf und wurde neben einigen Essays sogleich hochgeladen.

Bitte beachtet, daß als Einführungsvortrag in die Kritische Psychologie unter Mebi-Beteiligung die im FSK-Studio produzierte Einführung „Kritische Psychologie – eine Grundlegung“ wohl auf lange Zeit die fundierteste sein dürfte. Die Sendung steht Teilnehmer*innen des Menschenbilderseminars in besserer Qualität und mit Musikpausen zur Verfügung.

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