Einladung zur Unikaten Vorlesung. Thema: „Psychologie im Nationalsozialismus“ von H. Lück (21.6., 18:15h, VMP5 Hörsaal B2)

Helmut E. Lück
Unikate Vorlesung: Psychologie im Nationalsozialismus und in der frühen Nachkriegszeit
Donnerstag, 21.06.2012, 18:15 Uhr, Von-Melle-Park 5 („WiWi Bunker“), Hörsaal B2

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Verehrte Freund*Innen des Menschenbilderseminars

hiermit laden wir Sie und Euch herzlich zur Unikaten Vorlesung des Menschenbilder-Seminars ein am Donnerstag, 21.06.2012, um 18:15 Uhr, Universität Hamburg, Von-Melle-Park 5, Hörsaal B2.

Wir freuen uns, in diesem Semester Prof. Dr. Helmut E. Lück (Hagen) mit einem Vortrag zum Thema:

Psychologie im Nationalsozialismus und in der frühen Nachkriegszeit

begrüßen zu dürfen.

Lange Zeit ist über die Psychologie zur Nazi-Zeit wenig gesprochen und geschrieben worden. Zum Teil waren frühere Professoren ängstlich, über ihre eigene Vergangenheit zu sprechen, zum Teil wurden sogar Unwahrheiten verbreitet. Erst Anfang der achtziger Jahre gab es erste kritische Untersuchungen, die große Überraschung auslösten, weil weit verbreitete Annahmen revidiert werden mussten. So war allgemein wenig bekannt, dass die deutsche Psychologie in der Nazi-Zeit eine beachtliche Expansion erlebt hat.

Heute wird die Psychologie zur Nazi-Zeit und in den Jahren nach der Kapitulation wiederum anders gesehen, da manche neuen Dokumente nun zugänglich sind, so dass überraschenderweise mit zeitlichem Abstand größere Nähe entstanden ist. Es gibt u.a. neue, sehr detaillierte biographische Arbeiten zu einigen früher wenig erforschten Psychologinnen und  Psychologen der Nazi-Zeit.

Der Vortrag beleuchtet besonders die Rolle der akademischen Psychologie zur Nazi-Zeit, wozu die Entlassungen und die Besetzungspolitik von Lehrstühlen und die Prozesse in der Deutschen Gesellschaft für Psychologie genau so gehören wie vereinzelte mutige Proteste, aber auch die Entstehung des Diplomstudiengangs für Psychologie und die Rolle der Wehrmachtpsychologie. Die damaligen Vorgänge an der Universität Hamburg sollen hier als Beispiel dienen.

Schließlich wird die Psychologie der Nachkriegszeit betrachtet: Entnazifizierung; Hochschulpolitik in den Besatzungszonen, Wiederbegründung der psychologischen Verbände und Forschungsinteressen. Ein Diskussionspunkt ist hier die Frage, ob es einen Neuanfang gab, oder ob sich Institutionen, Lehre und Forschung kaum verändert haben.

Helmut E. Lück ist emeritierter Professor für Psychologie (Schwerpunkt Sozialpsychologie) an der FernUniversität in Hagen. Er hat an mehreren Hochschulen gelehrt und ist Autor und Herausgeber einer größeren Anzahl von Veröffentlichungen. Neuere Buchpublikationen: „Psychologie in Selbstdarstellungen“ (2004). „Psychologie sozialer Beziehungen“ (zusammen mit H. Heidbrink und H. Schmidtmann, 2009), „Bedeutende Psychologinnen des 20. Jahrhunderts“ (2. Aufl., zusammen mit S. Volkmann-Raue, 2011). „Geschichte der Psychologie“ (5. Aufl. 2011).

Im Anschluss an den Vortrag wird es Zeit für Fragen und Diskussion geben.

Wir freuen uns auf Ihr und Euer Kommen

 

Mit herzlichen Grüßen,

Das Menschenbilder-Team in Zusammenarbeit mit dem Fachschaftsrat Psychologie

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2 Kommentare zu Einladung zur Unikaten Vorlesung. Thema: „Psychologie im Nationalsozialismus“ von H. Lück (21.6., 18:15h, VMP5 Hörsaal B2)

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